und sonst...

Alles ist neu, alles ist spannend, mein veganes Abenteuer beginnt…passend zum Weltvegantag 2014

1. November 2014
vegan essen

 

Und was esse ich heute? Vorab:  ich liebe Essen… nein, im Ernst! Ich LIEBE Essen. Und  ich kann Stunden damit verbringen in der Küche zu stehen und selbiges  zuzubereiten. Auch Fleisch. Besonders gern sogar! Langsam geschmort oder kurz gebraten und sogar roh – als Tatar oder  Rindercarpacchio. Das Gleiche gilt für Fisch. Ja ich gestehe, ein Sashimi-Fan zu sein.

Vor einiger Zeit schon empfahl mir mein Arzt nach einer Krebsdiagnose die vegane Ernährung. Wohlmeinende Freunde schenkten mir lauter schlaue Bücher über Gute Gedanken und noch bessere Ernährung. Das Internet ist voll von Informationen über den Zusammenhang zwischen Krebs und veganer Ernährung. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch voll mit allen Möglichen anderen Sachen. Ich war beschäftigt mit Chemo, diversen Operationen, drei Kindern und immer wieder mal mit der Frage: Warum bekomme ich eigentlich Krebs? Ich bin doch gar nicht der Typ dafür?!

Später war ich dann mit einer ziemlich fürchterlichen Trennung beschäftigt (gute Entscheidung!!) und hab tatsächlich eine ganze Weile gebraucht um mich wieder zu berappeln.

Weihnachten 2013 viel mir ein Buch von Attila Hildmann in die Hände: „Vegan for Fit“. In diesem Buch las ich von einer 30-Tage-Challenge. Meine Tochter piesackte mich gleich: „Das hälst Du ja eh nicht durch!“ Da ich nun von Natur aus ziemlich dickköpfig bin, hielt ich direkt dagegen: „Wetten, dass?“

Die Wette hab ich gewonnen. 30 Tage vegane Ernährung. Es ging mir HERVORRAGEND! Ich habe köstliche Gerichte gegessen, direkt ein paar Kilos abgeworfen und wirklich absolut nichts, aber auch gar nichts vermisst! Das Durchhalten viel mir leicht – es waren ja auch nur 30 Tage! Bis heute erzähle ich immer wieder von dieser Erfahrung und wie gut ich mich damit gefühlt habe…nur vegan essen tu ich nicht mehr.

Nach und nach hat der Alltag und damit auch die alte Ernährungsweise wieder Einzug gehalten. Heute ist es eine Art Running-Gag wenn ich mich mit meinen Mädels morgens beim Bäcker treffe und ein „veganes-Mettbrötchen“ bestelle.

Bisher hielt ich es ja eher mit Penny (The big bang Theory) „Ich bin Vegetarier, abgesehen von Fisch und  ein paar Steaks… ich liebe Steak!!“

Also ein neuer Versuch…! Ab jetzt vegan? Und nie wieder Fleisch? Und Eierpfannkuchen? Gibt es einen Mittelweg? Was ist mit Rückfällen? Belohne ich mich für artiges Durchhalten mit einem Rib-Eye-Steak? Oder komme ich dann  ins vegane Fegefeuer? Und die Kinder?? Wie bewege ich meine liebreizenden Zöglinge zu Gemüse und noch mehr Gemüse? Meine Tochter spricht Tofu jegliche Geschmacks-Integrität rigoros ab und das allgemein gültige Lieblingsessen sind Pfannkuchen (gern auch mit Speck) oder Hackbällchen….hier ist deutliches Entwicklungspotential. Also, wie Ihr lest, Fragen über Fragen….

Existiert eine friedliche Koexistenz zwischen massvollem Fleischkonsum (Superbio natürlich!!) und ausgewogener veganer Kost (auch Superbio natürlich!)? Oder gibt es nur ENTWEDER/ODER?

Ich persönlich habe im Prinzip nichts gegen das Verzehren von Tieren und Tierprodukten. Ich habe sehr wohl etwas gegen unwürdige Tierhaltung und Massenfleischprodunktion.

Wohin mein Nahrungsweg mich führen wird weiss ich heute noch nicht – aber das ist ja das tolle an Abenteuern: das Ende ist ungewiss. Ich bin selbst gespannt auf das was kommt.

…nur eines noch: in meiner Vorstellung von „VEGAN“ stellt Rotwein absolut keine Schwierigkeit dar. Ich habe auch kein Problem mit Weisswein, solange er gut gekühlt ist!

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